Blumenbüro Holland überarbeitet Werbepläne 2020

Blumenbüro Holland muss sich neu erfinden. Die niedrigen Verkaufszahlen sprechen eine klare Sprache, und die Marktbedingungen sind beispiellos schwierig – die Auswirkungen der Corona-Krise auf den Zierpflanzensektor sind enorm. Dies hat auch Folgen für das Budget, mit dem Blumenbüro Holland Konsumentenwerbung für Blumen und Pflanzen in Deutschland, Frankreich, den Niederlanden und Großbritannien plant und umsetzt.

Der Umsatz von Royal FloraHolland, der weltgrößten und führenden Vermarktungsorganisation für Blumen und Pflanzen mit Sitz in den Niederlanden, ist in den vergangenen Wochen stark gesunken. Aktuell geht man davon aus, dass dieser Umsatz auch für den Rest des Jahres beeinträchtigt wird. Dadurch halbiert sich das verfügbare Budget von Blumenbüro Holland, welches abhängig vom Umsatz der Royal FloraHolland ist. In den vergangenen Jahren konnte Blumenbüro Holland für die Förderung des Verkaufs von Blumen und Pflanzen jedes Jahr jeweils etwa 16 Millionen Euro einsetzen. Dieses Jahr wird sich das Jahresbudget voraussichtlich auf rund 8 Millionen Euro belaufen, die teilweise schon für bereits eingegangene Verpflichtungen ausgegeben wurden. Verschiedene Aktivitäten können demnach nicht wie vorgesehen umgesetzt werden. “Wir müssen uns für den Rest dieses Jahres neu erfinden. Nächstes Jahr können wir dann hoffentlich wieder richtig loslegen. Wenn wir uns als Sektor wieder erholen wollen, geht das nicht ohne Marketing”, erklärt Dennis van der Lubbe, Managing Director von Blumenbüro Holland.

Auswirkungen auf geplante Werbeaktivitäten
Durch den Verlust von Budget werden einige Kampagnen nicht stattfinden können, obwohl sie im „Kommunikationskalender 2020-2021“ angekündigt wurden. Beispielsweise wird die Kampagne ‘Wir brauchen mehr Blumen’, die für Mai/Juni geplant war, nun nicht in den Medien platziert, da das Budget dafür nicht mehr hinreichend vorhanden ist. Eine Pflanzenkampagne ist für dieses Jahr dennoch angedacht. Wie die Pläne in Bezug auf Verkaufsförderungskampagnen aussehen, wird sich in den nächsten Wochen und Monaten entwickeln. 

Inventarisierung der Bedürfnisse des Sektors
Trotz der geringen finanziellen Mittel setzt sich Blumenbüro Holland weiter dafür ein, Konsumenten zu inspirieren, auch in diesen Zeiten Blumen und Pflanzen zu kaufen. Blumenbüro Holland führt mit der Basis im Sektor Gespräche darüber, welche Bedürfnisse jetzt in der Branche bestehen. Dafür steht Flexibilität an oberer Stelle sowie Überlegungen, wie der Zierpflanzenbau und der Handel am besten unterstützt werden können. Etwas, das Blumenbüro Holland schon immer getan hat – und das noch nie so wichtig war wie jetzt.

Aktivitäten
Seit dem Beginn der Corona-Krise hat Blumenbüro Holland sich an verschiedenen Initiativen beteiligt. Mit der Ende März gelaunchten ‘Let Hope Bloom’-Kampagne lenkte Blumenbüro Holland die Aufmerksamkeit der Konsumenten in allen Kernländern (Deutschland, Niederlande, Frankreich und Großbritannien) auf eine positive und angemessene Weise auf Blumen. Inzwischen wurden auch branchenspezifische Empfehlungen für die Kommunikation über Blumen und Pflanzen in dieser Corona-Zeit geteilt. Blumenbüro Holland verfügt über viele Konsumenteninformationen, die dem Sektor weiterhin zur Verfügung gestellt werden.

Das Beste aus der Situation machen
Blumenbüro Holland ist bewusst, dass für den Rest des Jahres nur ein minimales Budget zur Verfügung steht. Damit wird getan, was möglich ist, um für die Basis im Sektor da zu sein und auch weiterhin dafür zu sorgen, dass Blumen und Pflanzen im Bewusstsein der Konsumenten ganz oben bleiben. Auch längerfristig gesehen wird die Welt im Jahr 2021 vermutlich anders aussehen als bisher. Blumenbüro Holland wird das Bestmögliche aus der Situation machen: “Wir müssen jetzt flexibel mit dem Restbudget umgehen, aber wir können den Sektor auf jeden Fall weiterhin unterstützen.”