Wissenschaftlich erwiesen: Blumen machen glücklich – Unterbewusste Konsumenten-Vorlieben bei der Blumenauswahl

Eine Studie von Goldmedia Research im Auftrag des Blumenbüro Holland im Rahmen der Lieblingsblumen-Kampagne 2016 macht deutlich: Die Lieblingsblume als Geschenk führt zu einer Steigerung der „Happiness“ um 200 Prozent. Darüber hinaus lassen sich aus den Resultaten Präferenzen bei der Blumenauswahl ableiten.

Lieblingsblumen lösen einen Glücksschub von 200 Prozent aus – das ist die wohl wichtigste Erkenntnis der 2016 durch Goldmedia Research durchgeführten neuro-wissenschaftlichen Studie, bei der die Wirkung der individuellen Lieblingsblume auf den Menschen untersucht wurde. Ziel dabei war es, neurophysiologische Veränderungen bei Menschen zu ergründen, wenn sie ihre vorab angegebene Lieblingsblume auf einem Foto sehen oder überreicht bekommen. Dazu durchliefen die Probanden verschiedene Methoden.

Zunächst sind die Vorlieben der Probanden bei der Blumenauswahl per Eye Tracking untersucht worden. Während die Teilnehmer ein Bild mit 18 der beliebtesten Blumen gezeigt bekamen, wurden ihre Augen- und Blickbewegungen analysiert. Die Auswahl orientierte sich an der Blumenagenda 2016 von Tollwasblumenmachen.de und beinhaltete Tulpen, Rosen, Freesien, Gerbera, Alstroemerien, Pfingstrosen, Lilien, Gladiolen, Sonnenblumen, Hortensien, Dahlien, Chrysanthemen, Lisianthus, Orchideen und Amaryllis. Wichtigstes Ergebnis: In den meisten Fällen zieht die Lieblingsblume der Versuchspersonen die meiste Aufmerksamkeit auf sich. Nach einer kurzen Orientierungsphase ist alles außer der Lieblingsblume nicht mehr relevant: 60 Prozent der Betrachtungszeit wird für den Blumenfavoriten aufgewendet. Unter allen Teilnehmern wurde die Gerbera am längsten betrachtet, gefolgt von Calla, Pfingstrose, Nelke und Ranunkel.

Daraufhin wurden bei der Übergabe der Blumen mittels EEG die Gehirnströme analysiert. Zusätzlich sind mit dem sogenannten „Facial Coding“ die Reaktionen der Testpersonen im Hinblick auf Mimik und Emotionen untersucht worden. Bei der Überreichung der Lieblingsblume stieg das Glückslevel der Probanden um 200 Prozent.

Insgesamt nahmen 35 Paare im Alter von 18 bis 54 Jahren an der Untersuchung teil. Aufgrund der aufwändigen Methoden sind solche Teilnehmerzahlen durchaus üblich und adäquat für neurowissenschaftliche Untersuchungen.

Anhand von Online-Fragebögen wurde anschließend ermittelt, welche weiteren Präferenzen sich bei der Blumenwahl ableiten lassen. Dabei sollten Teilnehmer, deren Lieblingsblume Gerbera, Hortensie, Lilie, Orchidee, Pfingstrose, Rose oder Tulpe ist, weitere Blumen-Bilder auf einer Skala von 1 (am niedrigsten) bis 7 (am höchsten) bewerten. Aus den Ergebnissen konnten folgende Aussagen abgeleitet werden:

  • Hortensien-Fans mögen daneben insbesondere Dahlien, Freesien und Pfingstrosen.
  • Rosen-Liebhaber mögen auch Tulpen, Orchideen und Dahlien.
  • Gerbera-Fans mögen insbesondere Dahlien, Freesien und Orchideen.
  • Pfingstrosen-Liebhaber sind vielschichtig interessiert und mögen ein großes Spektrum weiterer Blumen. 

Die Resultate können für die Kommunikation mit Konsumenten als auch in der Floristikbranche unterstützend eingesetzt werden. Sie implizieren, dass Sträuße aus den oben genannten Blumen-Gruppen die allgemeine Beliebtheit der Sträuße erhöhen können. Floristen können die Ergebnisse nutzen, indem sie ihren Kunden maßgefertigte Sträuße anbieten und dabei die präferierten Blumen-Kombinationen verarbeiten. Ob und wie sich die Ergebnisse tatsächlich auf die Kaufabsicht auswirken, wird weiter zu untersuchen sein. Entsprechende Projekte sind zurzeit in Vorbereitung.