Verbraucher*innen uneins über erwartete Kaufkraft

Kampagnen kurbeln auch in der gegenwärtigen Situation den Umsatz an 

Consument verdeeld over verwachtingen koopkracht

Fast 30 Prozent der Verbraucher*innen gehen davon aus, dass sie in den nächsten sechs Monaten weniger für Blumen und Pflanzen ausgeben werden. Im Gegensatz zu einer vergleichbaren Umfrage im Mai diesen Jahres geben sogar einige häufige Blumen- und Pflanzenkäufer*innen an, ihr Kaufverhalten anpassen zu wollen, da sie ihre finanzielle Situation pessimistischer einschätzen. Eine Ausnahme bilden die Millennials: Sie wollen sogar mehr Blumen und Pflanzen kaufen. Dies geht aus einer Online-Umfrage der Marktforschungsagentur Motivaction im Auftrag von Blumenbüro Holland hervor. Im Oktober untersuchte Motivaction die Auswirkungen der aktuellen Inflation auf das Kaufverhalten der Verbraucher*innen in Deutschland, Frankreich, Großbritannien und den Niederlanden.

Seit der ersten Erhebung im Mai dieses Jahres ist die Inflation in den Niederlanden von rund 9 Prozent auf 14,3 Prozent im Oktober gestiegen. Auch in den anderen Ländern stieg die Inflation in diesem Zeitraum weiter an. Um die Auswirkungen auf das erwartete Kaufverhalten zu verstehen, wurde die Umfrage in der letzten Oktoberwoche wiederholt. Von einer repräsentativen Stichprobe haben 1.666 Verbraucher*innen in den vier untersuchten Ländern an der Online-Umfrage teilgenommen.

Ein Drittel erwartet Rückgang der Kaufkraft
Angesichts der steigenden Inflation ist eine große Gruppe von Verbraucher*innen über ihre eigene finanzielle Situation beunruhigt. Für ein Drittel (34 %) hat sich die Situation in den letzten sechs Monaten bereits verschlechtert und 34 Prozent rechnen damit, dass dies auch in den nächsten sechs Monaten der Fall sein wird. 42 Prozent der Befragten erwarten in diesem Zeitraum keine Verschlechterung.

Im Gegensatz dazu hat sich die finanzielle Situation für 14 Prozent der Befragten sogar verbessert und 16 Prozent erwarten eine Verbesserung in den nächsten sechs Monaten. Diese Prozentzahlen sind seit der Umfrage im Mai geringfügig gesunken.

Millennials wollen mehr Blumen und Pflanzen kaufen
Der Anteil an Menschen, die mehr Blumen kaufen wollen, bleibt gegenüber Mai fast unverändert: 12 % für sich selbst und 13 % für jemand anderen. Allerdings wird eine größere Gruppe von Verbraucher*innen wohl weniger Blumen für sich selbst kaufen (die Zahl stieg von 20 % im Mai auf jetzt 29 %). Auch gaben mehr Verbraucher*innen an, Blumen seltener als Geschenk kaufen zu wollen (aktuell 26 % gegenüber 18 % im Mai). Für Zimmer- und Gartenpflanzen ergeben sich bei allen Fragen ähnliche Prozentsätze.

Im Gegensatz zur Umfrage im Mai ist nun auch ein Teil unserer Zielgruppe der Aesthetic Explorers pessimistischer in Bezug auf die aktuelle und zukünftige finanzielle Situation. Sie geben an, weniger Blumen und Pflanzen kaufen zu wollen. Anders sieht es bei den Millennials (geboren zwischen 1980 und 1995) aus. Sie gehen davon aus, dass sie mehr Blumen verschenken und mehr Zimmer- und Gartenpflanzen für sich selbst oder für jemand anderen kaufen werden.

Ein differenzierteres Bild
Laut Ruurd Hielkema, leitender Marktforscher bei Motivaction, gibt es allen Grund, die Kampagnen für Blumen und Pflanzen fortzusetzen. „Wir wissen aus anderen Untersuchungen, dass Kampagnen einen positiven Effekt auf die Wahrnehmung und die Kaufabsicht der Verbraucher*innen haben. Zusammen genommen ergeben die Forschungsergebnisse ein vollständigeres Bild.“

Nach der Kampagne zur Trendkollektion im Mai und der Kampagne „Danke Pflanzen“ im Oktober enthielten die zugehörigen Verbraucherumfragen auch Fragen zu den Auswirkungen der Inflation auf das Kaufverhalten. Die Befragten in den Kampagnenumfragen sind deutlich positiver eingestellt, wenn es um ihre finanzielle Zukunft und ihre Ausgaben für Blumen und Pflanzen geht. Sie relativieren damit die Ergebnisse der jüngsten Inflationsumfrage.

Hielkema zieht daraus zwei Schlussfolgerungen: „Es macht einen Unterschied, in welchem Kontext man die Verbraucher*innen fragt, wie sich die Inflation auf ihr Kaufverhalten auswirkt. Hat eine befragte Person beispielsweise gerade ein Poster zur Kampagne „Danke Pflanzen“ gesehen, ist sie deutlich positiver gestimmt als die Teilnehmer der jüngsten Inflationsumfrage. Außerdem wissen wir, dass Verbraucher*innen nicht unbedingt bei Blumen und Pflanzen sparen. In den Top 10 rangieren Lebensmittel (und hierzu zählen in den meisten Fällen auch Blumen und Pflanzen) ziemlich weit hinten auf Platz 9. Ganz oben auf der Liste stehen Energiekosten, Restaurantbesuche und Wochenendausflüge. Grund genug also, die Kampagnen fortzusetzen.“

Weitere Informationen
Der vollständige Bericht ist verfügbar. Wenden Sie sich bei Fragen an unsere Kampagnenleiterin Monique Kemperman: mkemperman@bloemenbureauholland.nl. Oder nehmen Sie Kontakt auf mit Andrea Becker, Country Manager Deutschland, per E-Mail: abecker@blumenbuero.de.

                     
Dezember 2022